Vielfältiges Sommerprogramm des Hochgebirgs-Naturparks

Herausfordernde Wanderungen in den Zillertaler Alpen

Unser Naturpark ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hochgebirgs- Naturpark und erstreckt sich vom traditionsreichen Bergsteigerdorf Ginzling bis zum Hochfeiler auf über 3.509 m. Viele verschiedene Seitentäler, enge Schluchten, vergletscherte Gipfelregionen, eine gepflegte Kulturlandschaft und eine große Artenvielfalt zeichnen den „Naturpark des Jahres 2015“ aus.Das Sommerprogramm des Naturparks bietet ein abwechslungsreiches Angebot an leichten, mittel-schweren und schweren Wanderungen. Erlebe den Hochgebirgs-Naturpark gemeinsam mit erfahrenen Naturparkführern und erfahre noch mehr über die Region. Dich zieht es in die waldfreie Zone, du liebst die Herausforderung und bist lange Tageswandertouren gewöhnt? Dann sind diese sechs schweren Wanderungen genau das Richtige für dich.
Sunrise Zillertal Valley

© Dominic Ebenbichler

2-Gipfel-Tour am Schwendberg

Von der Bushaltestellte Melchboden lassen wir den Trubel der Höhenstraße rasch hinter uns und wandern zum Arbiskopf (2.133 m). Rundum breitet sich eine fast skandinavische Landschaft aus, die man vom zweiten Gipfel der Wanderung, dem Rauenkopf (2.268 m), bestaunen kann. In dieser Gegend nutzt im Sommer das Weidevieh die Hochalmregion, die von vielen kleinen Senken und Feuchtflächen durchzogen ist und in der viele Alpenblumen leuchten. Die atemberaubende Gratwanderung endet, wenn wir kurz vor dem Anstieg zum Kreuzjoch nach links abzweigen und bald die Rastkogelhütte (2.117 m) erreichen. Nach einer Stärkung geht es über die Sidanalm hinab bis Mösl. Dort bringt der Bus die Wandergruppe wieder bequem in den Talboden.
Kreuzjoch

© Hochgebirgs-Naturpark-Zillertaler Alpen

Wildromantische Bodenalm

Die Bodenalm liegt auf 1.700 m Höhe im Zillergrund, dem längsten Seitental des Hochgebirgs-Naturparks. Das Besondere an der Bodenalm ist, dass sie als eine der letzten Milchalmen in Tirol noch nicht durch einen Fahrweg erschlossen und damit nur zu Fuß er- reichbar ist. Von Häusling führt ein schmaler, teils in den Fels gehauener Fußweg zur Alm hinauf. Die Wanderung bietet einen eindrucksvollen Einblick in die tägliche, schwere Arbeit der Alm- bauern. Über der Bodenalm thront der Grundschartner (3.057 m), dessen rassige Nordkante jedes Jahr viele ambitionierte Kletterer anzieht. Nach einem Aufstieg von etwa zweieinhalb Stunden, mit teils steileren Passagen, erwartet die Wandergruppe eine zünftige Almjause mit heimischen Produkten, mit herrlichem Panorama rundum die Bodenalm.
Bodenalm

© Hochgebirgs-Naturpark-Zillertaler Alpen

Das Geheimnis des ewigen Eises

In der letzten Eiszeit haben sich im Zemmgrund mehrere Gletscher zu einem gigantischen Eisstrom vereint und dem Tal seine heutige Gestalt verliehen. Inzwischen haben sich die Gletscher infolge des Klimawandels weit ins Hochgebirge zurückgezogen. Das Highlight der Tour ist die Etappe am Gletscherweg (keine Eisberührung), wo man sich in frischer Gebirgsluft der Berliner Hütte nähert. Dabei erfahren wir Interessantes über die Geologie, die Entstehung der Alpen und die Welt des „Ewigen Eises“. Schließlich erreichen wir die 1879 erbaute und inzwischen denkmalgeschützte Berliner Hütte. Sie ist ein beliebter Stützpunkt für Bergsteiger und Gletscherforscher und ein Symbol der Alpingeschichte. Auf der Terrasse der Hütte mit Bergsteiger Flair kann man das faszinierende Gebirgspanorama genießen!
Wandernberlinerhuette zillertaltourismusgmbh berndritschel

© Bernd Ritschel

Wildtierbeobachtung: Gams, Murmeltier & Co.

Das Taxi bringt die Wandergruppe bis zur Waldhoaralm, die mit einer beachtlichen Vielfalt an Pflanzen und einem Reichtum an Wildtieren beeindruckt. Der Naturparkführer ist ein echter Kenner des Gebietes und führt den Weg Richtung Grüblspitze (2.395 m), wo man mit etwas Glück Gämse, Murmeltiere oder Steinadler auf ihren morgendlichen Streifzügen beachten kann. Der Naturparkführer erzählt auf der Tour spannendes über das Verhalten und die Besonderheiten der heimischen Wildtiere. Die Wanderung wird über das Zilljöchl bis zur Junsalm fortgesetzt, wo es dann wieder zurück ins Tal geht. Ferngläser der Firma Swarovski Optik werden für die Wanderung bereitgestellt.
Wildtierbeobachtung

© © Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Unterschrammachkar: Schatz unter dem Olperer

Die traumhafte Hochgebirgsrunde startet am Schlegeis und führt vom Zamsgatterl hinauf ins malerische Unterschrammachkar. Der mäandrierende Bach, die artenreichen Feuchtflächen und die bunten Rasen machen seinen besonderen Reiz aus. Wir überqueren den rauschenden Bach und wandern über einen perfekt angelegten Panoramaweg weiter zur Olpererhütte (2.389 m). Oben angekommen, gibt eine Geländekuppe den Blick auf die Schutzhütte frei. Vor dem Einkehrschwung geht es noch zur Hängebrücke kurz oberhalb der Hütte - ein tolles Fotomotiv! Auf der Olpererhütte lässt es sich dann in Ruhe den beeindruckenden Blick auf die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen und die Gletscher am Schlegeis genießen. Gut gestärkt geht es zum Abstieg in den Schlegeisgrund.
Unterschrammachkar

© myZillertal.app

Tettensjoch: Hoch über dem Tuxertal

Von Elsegg wandern wir den Bachlauf folgend zu einer der schönsten Almen im Zillertal, der Elsalm. Dort kann bei einem Aussichtspunkt der grandiose Blick über die Tuxer Voralpen genossen werden. Von hier führt uns der Weg hoch über der Alm zum Tettensjoch (2.276 m). Blockgletscher, Moränen und ein Doppelgrat prägen das Landschaftsbild. Auf dem Abstieg zur Löschbodenalm und Höllensteinhütte (1.710 m) wird die Hochalm und der Zwergstrauchgürtel überquert bis eine natürliche Waldgrenze mit Lärche, Zirbe und Fichte erreicht wird. Die letzte Etappe führt über einen alten Wanderweg zum Klausboden und zurück nach Lanersbach. Für jeden Bergfex und Naturfotografen sicher eine aufregende Wanderung.
Tettensjoch Steinmauer

© Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

EXTERNAL_SPLITTING_BEGIN
EXTERNAL_SPLITTING_END